Georg Brandes-Gesellschaft zur Erforschung der Modernitätsdiskurse in Nordeuropa
Um 1870 beginnt in Europa eine bis heute anhaltende Debatte um die Modernität der Lebenswelt, die zentrale Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung wie der Literatur und Kultur, der Wissenschaft und Wirtschaft betrifft. Als Wortführer und Parteigänger war Georg Brandes (1842-1927) bis weit ins 20. Jahrhundert hinein eine überaus einflussreiche Stimme in dieser Debatte. Indem er die modernen Tendenzen pointiert zur Darstellung brachte, verhalf er ihnen zum Durchbruch in der zeitgenössischen Mentalität.
Koordination von Lehre und Forschung
Sitz der 2009 gegründeten Geschäfts- und Forschungsstelle der Georg Brandes Gesellschaft ist die Universität Flensburg, die dafür durch die räumliche Nähe zu Skandinavien prädestiniert ist und damit ihr Profil als Hochschule mit grenzüberschreitenden Studiengängen und Schwerpunkten in der Erforschung interkultureller Fragestellungen stärkt. Universitätsintern dient die Georg Brandes Gesellschaft der Koordination von Lehre und Forschung. Angestrebt wird die Mitgliedschaft von Instituten und Personen, die sich verpflichten, in jedem akademischen Jahr wenigstens eine Lehrveranstaltung anzubieten, die auf das Thema der Georg Brandes-Sommerakademie abgestimmt ist.
